Erster Sieg für Damian Ott am Rickenschwinget
Stephan Grab bestklassierter des Schwingklubs Einsiedeln
Stephan Grab rechts zeigte eine super Leistung
Samuel Steinauer nach seinem Siegeswurf
Silvan Steinauer greift mti Kurz an
Damian Ott bezwang im Schlussgang im Eidgenossen-Duell Marco Good nach 2:57 Minuten mit Fussgriff und Vervollständigen am Boden. Der Märchler Fredi Bruhin belegte den vierten Rang und war damit bester Innerschweizer. Die jungen Einsiedler vermochten mitzuhalten.
W.S. Der Anlass auf der Passhöhe des Rickens wurde seinem Ruf als gut besetztes Schwingfest ohne Kranzabgabe einmal mehr gerecht. Obschon das Teilnehmerfeldes nicht mehr die Qualität früherer Jahre aufwies, stösst der Schwinget nach wie vor auf reges Publikumsinteresse. Viele Zuschauer schätzen es, dass für einmal auch Mittelschwinger im Rampenlicht stehen können, was für den Schwingsport äusserst wichtig ist. Unter den 119 Schwingern waren neben drei Eidgenossen eine grosse Anzahl erprobter Kranzer dabei. Nach drei Gängen führte Hauptfavorit Damian Ott mit dem Maximum von 30 Zählern. In Lauerstellung lag mit Marco Good ein weiterer Eidgenosse. Doch dann begann sich der Spreu allmählich vom Weizen zu trennen. So hatte nach dem vierten Durchgang nur noch Marco Good eine reine Weste. Er lag vor Damian Ott, Roger Rychen und Andreas Ziegler in Führung. Das Rennen für den Schlussgang machten schliesslich zwei Sankt-Galler: Marco Good kam mit seinem Speziealschwung, dem Stöckli, gegen Roger Rychen zum platten Resultat, und Damian Ott holte sich gegen Andres Ziegler ebenfalls die Höchstnote.
Der 26-jährige Damian Ott nahm seine Favoritenrolle von Beginn weg wahr. Er startete mit den Höchstnoten gegen Patrick Feldmann, Beat Suter und Fredi Bruhin wunschgemäss in den Wettkampf. In einem Duell ohne nennenswerte Höhepunkte trennte er sich mit Mario Schneider resultaltlos, wobei er als der etwas Aktivere die Note 9 gutgeschrieben bekam. «Im Schlussgang wusste ich, dass ich alles auf eine Karte setzen musste, um erstmals diesen prestigeträchtigen Anlass gewinnen zu können. Diese Taktik ist aufgegangen», freute er sich.
Dem 30-jährigen Eidgenossen Marco Good kam seine grosse Erfahrung zugute. Dabei konnte er zum Auftakt Naim Fejzay und Sven Poller mit seinem Spezialschwung, dem «Stöckli», sowie Philipp Müller auf den Rücken legen. In einem auf Biegen und Brechen geführten Duell behielt er gegen Markus Schläpfer mit einer weiteren Zehn das bessere Ende.
Der Thurgauer Mario Schneider sorgte als Dritter dafür, dass die Schlussrangliste Profil hatte. Seinem Unentschieden gegen Damian Ott stehen fünf Siege gegenüber.
Bruhin bester Schwyzer
Der Siebner Fredi Bruhin zeigte, weshalb er diese Saison sechs Kränze gewonnen hat. Im Anschwingen kurzte er Christian Bernold und Tobias Signer zum Resultat. Nach der Niederlage gegen den späteren Tagessieger liess er nichts mehr anbrennen und blieb dreimal siegreich. Der Schwingklub Einsiedeln trat mit jungen Schwingern an, die erfreuliche Leistungen zeigten.
Der 19-jährige Rothenthurmer Stephan Grab, der es immer wieder mit der Verletzungshexe zu hatte, zeigte, was in ihm steckt, wenn er beschwerdefrei schwingen kann. Er blieb mit je drei Siegen und Unentschieden ungeschlagen. Dabei gelang es ihm, die beiden höher eingestuften Verbandskranzer Patrick Kurmann und Michael Bernold zu neutralisieren. Wie schon tags zuvor auf dem Bachtel, lieferte der schwingkundige Samuel Steinauer eine tadellose Leistung ab. Nach Hochs und Tiefs in den ersten fünf Gängen hatte er zuletzt das Messer am Hals. In einer kampfbetonten Begegnung gelang es ihm, einen Kurz des Appenzeller Verbandskranzers Naim Fejzaj mit einem klassischen Kniestich zu kontern. Sein jüngerer Bruder Silvan Steinauer blieb mit zwei Siegen und vier Unentschieden ungeschlagen. Nennenswert sind seine Punkteteilungen gegen die Kranzer Adrian Elmer, Patrick Kurmann und Daniel Elmer, die ihm dank seiner offensiven Schwingweise die Note 9 einbrachten.
Der Alpthaler Matthias Steiner (16) verlor nach guter Vorarbeit zuletzt gegen den Verbandskranzer Christian Bernold und verpasste damit einen in Reichweite liegenden vorderen Rang. Weiter mussten Joel Gian Botta und Sebastian Kälin bei den Aktiven noch etwas Lehrgeld bezahlen.
Werner Schönbächler