Drei Auszeichnungen am Abendschwinget in Baar
Joel Ambühl gelang ein Comeback nach Mass
Der 28-jährige Luzerner Joel Ambühl gewann im Schlussgang Thomas Bucher nach neun Sekunden mit Kurz. Vom Schwingklub Einsiedeln holte sich ein Trio die Auszeichnung.
W.S. Der Schwingklub Zug und Umgebung verlieh der 50. Auflage des Abendschwingets einen besonderen Anstrich. Neben drei Lebendpreisen erhielten alle 80 angetretenen Schwinger einen Jubiläumsgürtel als Einheitspreis. Die Zweikämpfe in den Sägemehlringen wurden von 1’200 Zuschauern verfolgt.
Der Luzerner Andreas Ambühl, der einzige Eidgenosse im Teilnehmerfeld, gab nach einer längeren Verletzungspause ein überzeugendes Comeback. Er räumte auf dem Weg in den Schlussgang der Reihe nach Roland Reichmuth, Roland Bucher, Philipp Müller, Beat Suter und Christian Bucher aus dem Weg. Im Schlussgang konnte ihm Thomas Bucher nicht lange die Stirn bieten und wurde gleich nach dem ersten Zusammengreifen mit einem Prachtskurz ins Kurzholz gebettet. Die erfolgreiche Rückkehr bedeutet für die Innerschweizer eine echte Verstärkung für die kommende Grossanlässe. Der Verbandskranzer Roland Reichmuth belegte den alleinigen zweiten Rang, gefolgt von Thomas Bucher und Simon Gabriel. Als bester Nicht-Zuger klassierte sich der 17-jährige Sattler Franco Föhn dank den Siegen gegen Silvan Wyttenbach und Marcel Betschart im Ausstich im vierten Rang.
Drei Auszeichnungen
Der 26-jährige Trachslauer Fabian Birchler wartete mit einer soliden Leistung auf. Nach dem unentschiedenen Auftakt gegen Thomas Bucher behielt er gegen Colin Suter und André Bucher Oberhand. Im Duell mit Mathias Hürlimann musste er trotz pausenloser Angriffe die Punkte teilen. Nachdem er Adrian Bucher platt besiegt hatte, stellte er mit Roland Bucher die Punkte. Mit diesem Notenblatt klassierte er sich achten Rang. Dass Jan Walker, der für Schwingerverhältnisse ein Leichtgewicht ist und über starke Verteidigung verfügt, mussten auch diesmal höher eingestufte Kranzer erfahren. So bissen an ihm Mathias Hürlimann und André Bucher vergeblich die Zähne und brachten gegen ihn nichts zustande. Einzig gegen Diego Hermann setzte es eine Niederlage ab.
Viel Freude bereitete der Auftritt des erst 16-jährigen Willerzellers Silvan Steinauer. Er stellte sein Talent ein weiteres Mal unter Beweis und fiel mit erfrischendem Schwingen auf. Trotz der Niederlage gegen Verbandskranzer Beat Suter zum Abschluss reichte es ihm zum Gewinn der Auszeichnung. Der gleichalterige Gian Joel Botta drang ebenfalls in den Ausstich vor und war bis zum Schluss dabei.
Werner Schönbächler