Schwyzer Jungschwinger holten alle Kategoriensiege
24. Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Hagendorn mit starkem Einsiedler Trio
Die Zweiggewinner Cyrill Styger, Silvan Steinauer und Jonas Steinauer (v.l)
Die Schwyzer Jungschwinger haben die Luzerner an der Spitze endgültig abgelöst. Neben vier Siegen holten sie auch am meisten Zweige. Für den Einsiedler Nachwuchs gab es drei vordere Klassierungen.
W.S. Die besten 160 Jungschwinger trafen sich am Sonntag bei brütender Hitze zum Innerschweizer Nachwuchsschwingertag. Der organisierende Schwingklub Cham Ennetseee traf alle organisatorischen Vorkehrungen, um den Teilnehmern bei ihrem Verbandsfest einen würdigen Rahmen bieten zu können. Die 1’300 Zuschauern bekamen rassige Zweikämpfe der Jungschwinger zwischen 15 und 18 Jahren zu sehen. Dabei vermochten die Schwyzer ihre letztes Jahr zurückeroberte Vormachtstellung auf überzeugende Art zu verteidigen. Sie stellten alle vier Kategoriensieger und lagen mit 20 gewonnenen Zweigen vor den Luzernern (17), den Ob- und Nidwaldnern (10) sowie den Urnern und Zugern (je 3) in Front. Dank grosser Anstrengungen ist es den Schwyzern gelungen, die Luzerner zu überholen, was sich bereits bei der letztjährigen Austragung abzuzeichnen begann. Doch wäre es deswegen verfrüht, in Euphorie auszubrechen. Trotz dieser erfreulichen Feststellung dürfen sich die sechs Schwyzer Schwingklubs keineswegs auf den Lorbeeren ausruhen und müssen weiter grosse Anstrengungen unternehmen. «Wir sind derzeit in der glücklichen Lage, dass wir in unseren Reihen einige talentierte Jungschwinger haben», freute sich Armin Auf der Maur, der technische Leiter des Schwyzer Nachwuchses.
Die Schlussgänge
Jahrgang 2012
Bei den Jüngsten genügte Silvan Gisler im Schlussgang gegen Finn Iten, für den es ein Zusatzgang war, ein Unentschieden für den Tagessieg.
Jahrgang 2011
Obschon sich Tobias Schelbert und David Renggli gegenseitig abmühten, wollte keinem der Siegeswurf gelingen. Dank seines aus den fünf Gängen herausgeholten Punktevorsprunges konnte sich Schelbert schultern lassen.
Jahrgang 2010
Patrik Laimbacher liess gegen seinem Klubkollegen Cornel Laimbacher keine Chance und kam mit Kurz zu einem schnellen Sieg.
Jahrgang 2009
Franco Föhn war derart überlegen, dass alle anderen sechs Gängen absolvieren musste. Andre Reichmuth musste in der Endausmarchung nach kurzer Zeit kapitulieren.
Drei Einsiedler mit Zweig
Das Sprichwort «Klein, aber fein», trifft auf die Einsiedler Delegation zu. Nach seinem letztjährigen Sieg gelang dem 15-jährigen Jonas Steinauer wieder eine starke Leistung. Nach der Startniederlage gegen den Entlebucher David Renggli konnte er seine nächsten drei Gegner mit Höchstnote gewinnen. Mit dem Unentschieden gegen den Zuger Kevin Staub verpasste er den Schlussgang. Mit einem weiteren platten Wurf und dem alleinigen dritten Rang gab es für ihn einen versöhnlichen Abschluss. Sein um ein Jahr älterer Bruder Silvan Steinauer klassierte sich gemeinsam mit Cornel Laimbacher und Elias Wicki im zweiten Rang. Er stellte mit Cornel Laimbacher, verlor gegen Patrik Laimbacher und war viermal siegreich.
Viel Freude bereitete der 17-jährige Metallbauschlosser-Lehrling Cyrill Styger. Mit dem vierten Rang stellte er seine Fortschritte in ältesten Kategorie unter Beweis.
Kevin Holdener musste bei seiner ersten Teilnahme an Innerschweizer Nachwuchsschwingertag noch Lehrgeld bezahlen und verpasste den Ausstich.
Werner Schönbächler