Koni Kälin ist neuer Präsident

100. Generalversammlung des Schwingklubs Einsiedeln im Restaurant Manufaktur

Sie prägten das abgelaufene Vereinsjahr des Schwingklubs Einsiedeln: Christoph Grab, OKP Schwyzer Kantonales (von links), Philipp Schuler, neues Ehrenmitglied, Koni Kälin, neuer Präsident, und Walter Bisig, OKP Jubiläumsfeier.

Der Schwingklub Einsiedeln darf mit dem abgelaufenen Vereinsjahr nicht an allen Fronten zufrieden sein. Während die Durchführung des Schwyzer Kantonalfestes ein Erfolg war, lief es im sportlichen Bereich nicht immer wunschgemäss. Drei langjährige Leistungsträger sind zurückgetreten.

W.S. Klubpräsident Philipp Schuler konnte am letzten Samstagabend im Restaurant Milchmanufaktur 93 Mitglieder und Gäste begrüssen. Umrahmt wurde der Jahresrückblick mit Beiträgen des Jodlerklubs Alpenrösli. Die Vorstandsmitglieder zogen wie im Geschäftsleben Bilanz über das abgelaufene Jahr. Den durchgeführten Anlässen war insgesamt ein Erfolg beschieden. Der erstmals eine Woche vor der Kilbi durchgeführte Einsiedler Kilbischwinget konnte bei besten Bedingungen vor viel Publikum ausgetragen werden, während beim Herbstschwinget Unteriberg das Wetter nicht wunschgemäss mitmachte.

Weiter erwähnte er den unerwarteten Rücktritt seines jüngeren Bruders Christian Schuler beim Rigischwinget. Er war über Jahre hinweg eine der prägendsten Schwingerpersönlichkeiten und Aushängeschild für die Innerschweizer. So gewann er die hohe Anzahl von 123 Kränzen, wovon fünf mit eidgenössischer Prägung. Weiter stand er an 18 Kranzfesten zuoberst auf dem Podest. Mit Adrian Steinauer (40 Kränze/1 Sieg an einem Kranzfest, 6 Siegen an Rangschwingfesten) und Alex Schuler (34 Kränze, wovon 2 «Eidgenössische», 1 Sieg an einem Rangschwingest) haben zwei weitere langjährige Klub- und Verbandsstützen die Zwilchhosen an den Nagel gehängt. Es wird nicht einfach werden, diese entstandene Lücke zu schliessen. Dazu braucht es grosse Anstrengungen und viel Leistungsbereitschaft der jüngeren Gilde.

Zufrieden äusserte sich OK-Präsident Christoph Grab über das vor rund 5’000 Zuschauern ausgetragene Schwyzer Kantonalschwingfest auf der Brüelwiese. Er richtete ein aufrichtiges Wort des Dankes und der Anerkennung an die OK-Miglieder und die grosse Helferschar. Besonders freute ihn das Mitmachen von mehreren Frauen im Organisationskomitee, denen für ihren Einsatz mit einem Präsent gedankt wurde.  Das schöne Wetter trug wesentlich zu einem guten Gelingen in allen Belangen bei.

Die Feier zum 100-jährigen Klubbestehen in Alpthal war ein weiterer Meilenstein des Vereinsjahres. Walter Bisig ging in seiner Funktion als OK-Chef nochmals auf diesen Anlass ein. Bei seinen Worten kam zum Ausdruck, dass man Traditionen wegen Modeströmungen nicht einfach über Bord werfen sollte. Diese Einstellung hat sich für das Schwingen als richtig erwiesen.

13 Kränze

Aus dem Bericht des umsichtigen technischen Leiters Markus Effinger war herauszuhören, dass es neben Sonnen- auch Schattenseiten gab. Dennoch wurden mit 13 Kränzen fünf mehr als im Vorjahr geholt. Am erfolgreichsten war Christian Schuler (6 Kränze) vor Florian  Grab (2), Adrian Steinauer (2), Fabian Birchler (1), Alex Schuler (1) und Martin Schönbächler, der sich am Tessiner Kantonalen seinen ersten «Kopfschmuck» aufs Haupt setzen lassen konnte. Am Eidgenössischen waren Fabian Birchler und Florian Grab bis zum Schluss dabei.

An den Rangschwingfesten musste mit 40 gewonnenen Auszeichnungen eine leichte Einbusse gegenüber dem Vorjahr (45) hingenommen werden. Auf das Konto von Christian Schuler ging der einzige Sieg am Muotathaler Rangschwinget.

Viel Erfreuliches konnte Jungschwingerleiter Koni Schuler berichten. Er kümmert sich zusammen mit Remo Kryenbühl und Alex Schuler mit viel Hingabe um die Belange der Jungschwinger. An 18 Nachwuchsschwingfesten wurden 121 Zweige erkämpft. Von 20 Schlussgängen konnten sie zwölf zu ihren Gunsten entscheiden. Er hob besonders die sieben gewonnenen Zweige am Nordostschweizer Nachwuchsschwingfest hervor.  

Zu keinerlei Anlass zu Diskussionen gaben die Berichte der übrigen Chargeninhaber, die allesamt genehmigt wurden.

Neuer Präsident

Als Nachfolger von Philipp Schuler, der nach 16-jähriger Vorstandstätigkeit, wovon drei Jahre als umsichtiger Präsident zurücktrat, wurde Koni Kälin gewählt. Der Egger kennt den Schwingsport als ehemaliger Kranzer und seiner Tätigkeit im Klub- und Kantonalvorstand aus dem Effeff. Er freut sich mit einer motivierten Gruppe zusammenarbeiten zu können. Für Roger Schatt, der als Kassier demissionierte, wurde Daniel Schuler in den Vorstand gewählt.

Philipp Schuler, der sich über Jahre hinweg für den Schwingsport als Aktiver und Funktionär eingesetzt hat, wurde mit Applaus die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Im nächsten Jahr stehen der Klubschwinget (6. März), Nachwuchsschwinget (22. August), Chilbischwinget (23. August) und der Herbstschwinget Unteriberg (4. Oktober) auf dem Terminkalender.  Absoluter Höhepunkt wird der Kilchberger Schwinget am Samstag, 5. September, sein. Mit dem Billettvorverkauf für diesen Anlass wie auch für das Innerschweizer Schwingfest in Arth (5. Juli) wurde in den Schwingklubs gestartet.

 

Werner Schönbächler