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Wilen

Sonntag, 19. Juni 2022

2 Katagoriensiege

An der 79. Auflage des Schwyzer Kantonalen Jungschwingertages in Wilen gingen Nando Benz (Schwyz), Jonas Steinauer (Willerzell), Mattia Abgottspon (Küssnacht), Martin Schönbächler (Einsiedeln) und Patrick Feldmann (Riedern) in den fünf Alterskategorien als Sieger hervor.

W.S. Obschon die goldenen Zeiten mit grossen Namen wie Martin Grab, Adi und Philipp Laimbacher oder Andreas Ulrich für die Schwyzer für einige Jahre wohl vorbei sein dürften, lassen die Verantwortlichen deswegen die Köpfe nicht hängen. Dass nach zwei Jahrzehnten mit tollen Erfolgen von Schwyzern auf den helvetischen Sägemehlplätzen wieder schmale Brötchen gebacken werden müssen, begann sich nach den Rücktritten der jahrelangen Aushängeschilder abzuzeichnen. In den sechs Schwyzer Schwingklubs wird von den Jungschwingerbetreuern gute Arbeit mit viel Leidenschaft geleistet. Doch wenn man den Vergleich mit Luzern, dem derzeit klar stärksten Kantonalverband zieht, gibt es klare Anzeichen, dass sich die Klubs bei der Nachwuchsförderung bewegen müssen. Doch bis die Massnahmen greifen, ist Geduld gefragt, denn im Schwingen wachsen die Bäume nicht allzu schnell in den Himmel. Es müssen grosse Anstrengungen unternommen werden, damit die Pyramide beim Nachwuchs unten breiter wird. Denn mit zunehmenden Alter dünnen sich die Teilnehmerfelder immer mehr aus. Doch mit diesem Phänomen haben auch andere Sportarten zu kämpfen. Bei vielen stellt sich nämlich die Frage, Sport oder Beruf. Oder dann liegt es an der mangelnden sportlichen Einstellung oder dem nötigen Willen.

Gute Beteiligung

In den fünf Alterskategorien zwischen acht und siebzehn Jahren stiegen 169 Nachwuchsschwinger, wovon zwanzig aus dem benachbarten Glarnerland, in die Zwilchhosen. Das Geschehen in den vier Sägehlringen bewegte sich auf einem beachtlichen Stand. Die rund 500 Zuschauer bekamen eine reiche Palette von Schwüngen zu sehen. Einem Kurz folgte ein Brienzer oder ein Hüfter. Da spürte man, dass in den Trainings grossen Wert auf die technische Schulung gelegt wird. Diese richtet sich nach Vorgaben von Jugend und Sport und wird von ausgebildeten Betreuern den Jungen beigebracht.

Auch wenn am Ende nur einer gewinnen konnte, versucht haben es zumindest alle. Die einen waren obenauf, andere wiederum mussten sich das Sägemehl vom Rücken wischen lassen und einige hatten vor lauter Einsatz  gar einen «Schranz» in ihrem Schwingertenü. Unter Schwingerkennern fragte man sich, ob einige herausstachen, die das Rüstzeug für einen Spitzenschwinger mit sich bringen. Eine Frage, die aber nur Mutmassungen zuliess und zu früh gestellt wurde.

Schön, dass sich immer wieder ganz «Böse» für den Nachwuchs einsetzen. So waren die Eidgenossen Armin Auf der Maur, in seiner Funktion als kantonaler Jungschwingerleiter als Obmann des Kampfgerichts, Adi Laimbacher in der Einteilung und Marcel Ochsner als Kampfrichter im Einsatz.  Als OK-Präsident war Bruno Nötzli für einen reibungslosen Ablauf besorgt.

Die Schlussgänge

In den einzelnen Alterskategorien kam es in den Schlussgängen zu folgenden Entscheidungen.

Jahrgänge 2005/06:

Der Glarner Patrik Feldmann bodigte Marco Reichmuth, für den es ein Zusatzgang war, mit einem hohen Kurz und wies am Ende das Höchsttotal von 60 Punkten auf.

Jahrgänge 2007/08:

Martin Schönbächler bezwang seinen Klubkollegen Samuel Steinauer nach mehreren Anläufen mit Kurz und Nachdrücken am Boden.

Jahrgänge 2009/10:

Mattia Abgottspon revanchierte sich in der alles entscheidenden Begegnung gegen Andre Reichmuth für die Niederlage im fünften Durchgang. 

Jahrgänge 2011/12:

Jonas Steinauer wies mit fünf Höchstnoten einen derart hohen Vorsprung auf, dass alle anderen ausschwingen mussten. Als Punktehöchster kristallisierte sich Patrick kälin heraus. In einem lebhaften Schlussgang trennten sich die beiden Klubkollegen resultatlos, was Steinauer für den Tagessieg genügte. 

Jahrgänge 2013/14:

Bei den Jüngsten überraschte Nando Benz mit Innerem Haken seinen köperlichüberlegenen Kontrahenten Raphael Mächler.

Tolle Einsiedler Bilanz

Die Einsiedler Jungschwinger bestätigten ihre starken Leistungen an den bisherigen Anlässen mit vierzehn gewonnen Zweigen und zwei Tagessiegen. In zwei Alterskategorien machten sie den Sieg im Schlussgang gar unter sich aus. Nach dieser gelungenen Standortbestimmungen müssen sie sich am nächsten Sonntag am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Attinghausen eine Stufe höher behaupten.

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