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Ricken

Sonntag, 05. August 2012

Drei Auszeichnungen

Der 30-jährige Martin Glaus bodigte im Schlussgang nach 6:37 Minuten den Siebner Markus Koller mit Kurz und revanchierte sich damit für die zuvor erlittene Niederlage. Für den Schwingklub Einsiedeln gab es drei Auszeichnungen.

W.S. Mit 160 Schwingern, wovon fünf Eidgenossen, wurde der Anlass auf dem Ricken seinem Ruf als ausgezeichnet besetzter Rangschwinget einmal mehr gerecht. Wegen einer Ellbogenverletzung konnte Unspunnen-Sieger Daniel Bösch den Wettkampf nicht in Angriff nehmen, womit der achtfache Sieger Arnold Forrer als klarer Favorit galt. Doch bei Halbzeit (nach drei Gängen) wies er gegenüber dem in Führung liegenden Martin Glaus einen deutlichen Rückstand auf, der als schwere Hypothek wog. Auch wenn sich im nächsten Durchgang der Spreu langsam vom Weizen zu trennen begann, änderte sich nicht viel: Martin Glaus lag mit dem Maximum von 40 Zählern deutlich voraus und hatte bereits die Schlussgangteilnahme auf sicher, obschon ihm darauf Markus Koller einen Wyberhaken mit einem Schlungg konterte und so die erste Niederlage zufügte. Da  ihre direkten Verfolger den Rückstand allerdings nicht zu wettzumachen vermochten, trafen sie um den Tagessieg nochmals aufeinander.

Dass Martin Glaus zu den erprobten Eidgenossen zählt, unterstreichen seine bisher 67 gewonnenen Kränze. Mit seinem Spezialschwung, dem Kurz, bezwang er zum Auftakt Pascal Hirt und Martin Odermatt. Dass er den zähen Toggenburger Jakob Roth bodigte, durfte nicht unbedingt werden und darf sicher als Schlüssel zu seinem späteren Erfolg  bezeichnet werden. Ebenfalls mit Kurz reihte er Daniel Inderbitzin zu den Verlierern. Nach dem Sieg am Sankt-Galler Kantonalen 2005 ist dies sein wertvollster Erfolg. 

Starker Koller

Markus Koller, dem in dieser Saison gute Leistungen gelangen und sich dreimal den „Kopfschmuck“ erkämpfte, trennte sich zum Auftakt mit Ruedi Eugster resultatlos. Seinem grossen Willen konnten Michael Steiner, Remo Ackermann und Martin Streuli nichts Gleichwertiges entgegensetzen und wurden zu den Verlierern gereiht. Damit setzte der 27-jährige gelernte Zimmermann und jetzige Landwirt ein weiteres Ausrufezeichen seiner durchaus erfolgreichen Laufbahn. So erkämpfte sich der grifffeste Sennenschwinger bisher 25 Kränze.

Arnold Forrer, der mit einem weiteren Sieg alleiniger Rekordhalter geworden wäre, büsste zum Auftakt, wegen fehlender Maximalnoten, Terrain ein, das er nicht mehr wettmachen konnte. So teilte er in einer farblosen Begegnung gegen Fabian Kindlimann, der sich allerdings nur auf die Verteidigung beschränkte, die Punkte. Mit fünf Siegen belegte er den Ehrenplatz und deutete an, dass er für seine nächsten Auftritt bereit ist.

Drei Auszeichnungen

Von den fünf angetretenen Aktiven des Schwingklubs Einsiedeln holten sich drei die Auszeichnung. Bestklassierter blieb der 21-jährige Metzger Alex Schuler, der zum Auftakt Marcel Güntensperger bodigte und dem Eidgenossen Jakob Roth einen Gestellten abtrotzte. Nach einem weiteren Sieg gegen Lars Signer unterlag er nach langer Gegenwehr Fabian Kindlimann. Im Ausstich konnte er sich gegen Markus Boss und Bruno Vestner behaupten.

Ohne Niederlage blieb der Egger Koni Kälin. Im Anschwingen teilte er mit Adrian Oertig und Martin Streuli die Punkte, worauf er mit zwei Siegen viel Terrain gutmachen konnte. Im Ausstich stellte er mit Beni Notz und besiegte Dominik Schmid.

Daniel Inderbitzin war lange Zeit weit vorne anzutreffen, obschon er eingangs gegen Peter Bühler nicht über ein Unentschieden kam. Doch mit zwei Zehnerwürfen stand er an dritter Stelle der Zwischenrangliste, worauf er dem späteren Sieger Martin Glaus den Vortritt lassen musste. Nach dem Sieg gegen Remo Meier musste er sich zuletzt von Simon Kid das Sägemehl vom Rücken wischen lassen.

Pech hatte Adrian Steinauer, der nach guter Arbeit in der alles entscheidenden Begegnung gegen Stefan Burkhalter kapitulieren musste. 

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